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Regenbogen über Breitenberg

(05-07.09.2008) Nach einer erfolgreichen Ferienwoche im Herbst 2006 wurde für die Kinder im Kirchenbezirk Calw auch in diesem Jahr wieder eine Probenfreizeit durchgeführt. Nahezu 70 Kinder quartierten sich dazu vom 5. bis 7. September 2008 im Freizeitheim in Neuweiler-Breitenberg ein (im Vergleich zu 2006 waren es nur 50), um sich auf die für Oktober geplante Aufführung des Kindermusicals „Der Turmbau zu Babel“ vorzubereiten. Das Helferteam bestand aus einigen Jugendlichen und zahlreichen Erwachsenen. Das Anwesen in Breitenberg mit zwei verschiedenen Gebäuden und einem Zeltplatz war nahezu ideal für die Unterbringung und die geplanten Aktivitäten. Für den Bau der Kulissen bot ein überdachtes Freigelände genügend Schutz vor Sonne und Regen. 

Neben zahlreichen Chor- und Orchesterproben, bei denen die Kinder mit viel Disziplin und Ausdauer dabei waren, hatten die Kinder zwischendurch immer wieder Gelegenheit, im Gelände zu spielen, zu basteln oder sich am Bau der Kulissen zu beteiligen. 

Am Abend versammelte man sich dann zu einer Gute-Nacht-Geschichte, nachdem es inzwischen bei Spielen und Stockbrot-Grillen am Lagerfeuer dunkel geworden war. Die Geschichte handelte von einem Schatz, der am Ende eines Regenbogens vergraben war. Nach einem Abendlied wurde es bald darauf still in allen Zimmern.

Die Probenarbeiten gingen auch am nächsten Tag zügig voran, sodass am Samstagnachmittag noch Zeit für eine Schatzsuche im nahe gelegenen Wald war. Dass das Wetter an diesem Tag nicht immer eitel Sonnenschein war, schien die Kinder dabei nicht zu beeindrucken. Gut gerüstet bahnte man sich den Weg durch enges Dickicht und merkte erst am Ende, dass der Schatz nicht irgendwo im Wald, sondern direkt auf dem Gelände der Freizeit vergraben war.

Dasselbe Thema wiederholte sich auch am Abend in einer sehr besinnlichen Abendandacht, als Bezirksevangelist Manfred Pfrommer den Kindern die Geschichte von zwei Mönchen vorlas, die das Reich Gottes suchen wollten. Sie umrundeten die ganze Erde, bis sie am Ende ihrer Wanderung merkten, dass das Reich Gottes direkt dort anfing, wovon sie ausgegangen waren.

Während der zwei Tage wurden unterdessen das Bühnenbild sowie weitere Bausteine für die Aufführung des Musicals hergestellt. Mit viel Engagement und Kreativität wurde dabei vorgegangen und das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen.

Ein nahezu perfekt abgestimmtes Küchenteam verwöhnte die Anwesenden während der gesamten Zeit mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten, was keine Wünsche offen ließ und sogar auf Sonderwünsche bestens vorbereitet war. 

Der Höhepunkt allerdings war zweifellos der Gottesdienst am Sonntagmorgen. Schon am Vorabend wurde dafür die Scheune zu einem würdigen Versammlungsraum umgebaut. Die Freizeitkleidung wurde durch Sonntagskleidung ersetzt und bereits eine halbe Stunde vor Beginn war der Versammlungsraum fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Es herrschte eine bemerkenswert andächtige Stille. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst, der von Bezirksevangelist Manfred Pfrommer durchgeführt wurde, vom Kinderchor und einem eigens dafür zusammengestellten Kinderorchester, das durch seine Harmonie und Klangfülle alle Zuhörer überraschte. „Der Herr ist mein Licht“, so läuteten die Kinder sowie alle anwesenden Helferinnen und Helfer den Gottesdienst ein, nach dem das Textwort vorgelesen wurde. Mit großen Lettern war das Motto des Gottesdienstes an der Kulisse angebracht: „Mein Freund hilft mir!“

Mit verständlichen Worten erklärte der Dienstleitende die Eigenschaften eines Freundes und die Bedeutung der Bibelworte: „Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden und klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Mit regem Interesse waren die Kinder bei der Sache und beantworteten dabei alle gestellten Fragen.

Als Priester Michael Bühler zum Mitdienen aufgefordert wurde, erzählte er, dass am Morgen schon ein Regenbogen gesichtet wurde, der direkt aus dem Himmel kommend, über Breitenberg zu enden schien. Das machte die Freude und das Bewusstsein über die Gegenwart Gottes vollkommen.

Bei so viel Freude und Harmonie ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Abschied von Breitenberg einigen ziemlich schwer fiel.

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