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 Kindertag(e) 2009                     „Drei tolle Tage“

Mit diesen Worten umschrieb unser Ältester im Konzert am Samstagnachmittag den diesjährigen Kindertag des Bezirkes Calw. Und in der Tat, es waren drei wundervolle Tage, die allen, die dabei waren, sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben werden. Schon im Vorfeld wünschten wir uns: „Was für die Jugend der EJT war, sollte für die Kinder ein dreitägiger Kindertag sein, begleitet von schönen Begegnungen und einem harmonischen Miteinander, anknüpfend an die schöne Atmosphäre, die bereits bei der letzten Probenfreizeit im vergangenen Jahr herrschte.

Am Anfang freilich war alles noch wenig ansprechend und leer. Es galt, aus einer nüchternen Kirche ein buntes Domizil für rund 60 Kinder zu schaffen, in dem sie sich drei Tage lang rund um wohl fühlen konnten. Dazu wurden schon Wochen im Voraus ein großes Spiel- und Verpflegungszelt, eine Hüpfburg und ein Riesentrampolin organisiert, und Tage zuvor die verschiedenen Räumlichkeiten zu Probenräumen und Schlafplätzen umfunktioniert. Inspiriert von Düsseldorf wurde auch ein „Chill-Raum“ mit einem gemütlichen Matratzenlager und romantischer Beleuchtung eingerichtet. Auch ein nahe gelegener Bolzplatz und ein Abenteuerspielplatz konnte für die Nutzung gewonnen werden.

Am Freitagvormittag stand dann der Aufbau des Großzeltes auf dem Plan. Dazu mussten selbst Pflastersteine herausgehoben werden. Aber mit tatkräftiger Unterstützung aus den umliegenden Gemeinden stand nach knapp 2 Stunden nicht zur das Zelt, sondern auch die Biertischgarnituren und das Getränke waren bereits an Ort und Stelle. Bis zum Eintreffen der Kinder am Nachmittag wurde noch ein kleiner Imbiss vorbereitet und bereits bei der Einfahrt zur Kirche kündeten bunte Plakate und Luftballons den Kindertag an.

Dann war es endlich soweit: Im Nu füllte sich die Kirche und das umliegende Gelände mit fröhlichen Kinderstimmen, die mit ihren vielen Gepäckstücken ein Übriges zu einer kunterbunten Kirche beitrugen.

Schon nach wenigen Minuten gab es die ersten Tränen. Ausgerechnet jetzt musste die beste Freundin an Ringelröteln erkranken und konnte nicht am Kindertag dabei sein. Es dauert aber nicht lange, bis eine „Ersatzfreundin“ gefunden war, die sich liebevoll um die Kleine kümmerte.

Zunächst blieben die Spielstationen noch geschlossen, denn es galt als erstes, sich musikalisch auf das Wochenende einzustellen. Bereitwillig probten mit großer Ausdauer ausnahmslos alle Kinder (darunter auch zwei Gastkinder) die Lieder für das bevorstehende Konzert und den Gottesdienst. Trotz einer zweistellige Anzahl an Kindern, die noch in keiner Kinderchorprobe anwesend waren, gelang es, die Lieder in kurzer Zeit so einzuüben, dass man die Kinder getrost in die Spielpause entlassen konnte.

Noch vor dem Abendessen, das von fleißigen Helfern in einer eingerichteten Feldküche zubereitet wurde, probte das erst seit Januar gegründete Kinderorchester für seinen „großen Auftritt“.

Nach so viel Disziplin hatten sich die Kinder eine ausgiebige Bewegungsphase verdient und so konnte man rund um die Kirche an Tischtennisplatten, Billard und um den Tischkicker buntes Treiben beobachten. Großen Anklang fanden zudem die Hüpfburg und das Trampolin. Auch der Bolzplatz und der angrenzende Spielplatz wurden gerne angenommen.

Pünktlich und ohne das geringste Murren fanden sich alle Kinder um halb neun am vereinbarten Treffpunkt in der Kirche ein und nach einem gemeinsam gesungenen Abendlied knieten sich alle in andächtiger Stille im Kirchenschiff nieder, um mit Gebet den Tag zu beschließen. Ein bewegender Augenblick!

Die mit Spannung erwartete Zimmeraufteilung verlief erstaunlicher Weise völlig problemlos und so bezog man wenig später die vorgesehenen Räumlichkeiten im Untergeschoss. Mit jeweils nur zwei Waschbecken zog sich die Waschaktion verständlicherweise etwas hin und bis auch der letzte die Augen schloss war es inzwischen bereits längst dunkel geworden.

Nun konnten auch die Helfer etwas durchschnaufen und noch ein paar ruhige Minuten bei Kerzenschein genießen.

Irgendwann schlugen auch wir zwischen Garderobe und Schlafzimmer der Kinder unser Nachtlager auf. Der Boden war hart und kalt. Meinen letzten Schlafsack hatte ich schon vergeben, und die dünne Decke, die mir noch blieb, die Lichter aus den Toiletten und ständig ein wachsames Ohr auf die Geräusche, die aus den Zimmern kamen, ließen keinen rechten Schlaf aufkommen. Aber wen kümmert’s schon, wenn nebenan alle Kinder friedlich schliefen, ohne dass ernsthafte Ermahnungen nötig gewesen wären und sogar ohne eine einzige Heimwehträne.

Die Nacht verlief völlig friedlich und den Umständen entsprechend ruhig (immerhin schliefen in einem Raum mehr als 20 Kinder und die Schlafsäcke raschelten bei jeder Bewegung). Am nächsten Morgen meldeten sich bereits um 5.00 Uhr die ersten zu Wort, sie ließen sich jedoch durch ein kurzes „Psst“ noch einmal zum Schlafen bewegen.

Um halb sieben schlich ich mich auf Zehenspitzen durch die Schlafräume um noch schnell ein paar schlafende Kinder zu fotografieren. Jetzt galt es den Probenraum wieder herzurichten. Er war bereits sonnendurchflutet und beim Öffnen der Fenster strömte herrlich frische Morgenluft in den Saal.

Kurz darauf erwachten die ersten Kinder. Sie schienen die Nacht gut überstanden zu haben und waren gutgelaunt und putzmunter. Mit frischen Brötchen, leckerem Müsli und allerlei Köstlichkeiten versammelte man sich wenig später bei herrlichstem Sonnenschein zum Frühstück im Zelt.

Auch unser Bezirksevangelist gesellte sich für kurze Zeit zu uns, worüber wir uns alle sehr freuten. Er übernahm auch das Morgengebet und wünschte uns für den Tag viel Freude.

Es folgte ein gemeinsames Gruppenfoto auf der Hüpfburg, das wir unserem Bischof als Willkommensgruß zusandten.

Für diesen Tag waren gleich mehrere Höhepunkte geplant. Zunächst wurde ein Flohmarkt aufgebaut, der sogleich regen Anklang fand. So konnte man schon wenig später glückliche Kinder sehen, die strahlend ihre „Trophäen“ in ihren Reisetaschen verstauten. Neben dem Spaß, den die Kinder dabei hatten, konnte mit einem Erlös von rund 200 €, der der Kinderkasse zufließen wird, zudem ein tolles Ergebnis erzielt werden.

Parallel dazu konnten sich die Kinder als Gärtner betätigen und die Altardekoration für das Konzert und den Gottesdienst mitgestalten, was von einigen sehr bereitwillig und kreativ umgesetzt wurde. Unter fachkundiger Anleitung entstand so in mühevoller Arbeit ein wunderschöner Garten mit einer Brücke und einem kleinen Bach; ein Spinnennetz an der Wand verriet schon das Motto des Konzertes.

Mit einem weiteren Besuch, ein behindertes Mädchen aus dem Bezirk, das zum ersten Mal bei solch einer Aktion der Kinder mit dabei sein konnte, betrat zumindest ich „Neuland“. Ich freute mich auf diese neue Herausforderung  und war gespannt, wie die Kinder darauf reagieren würden. Ohne Berührungsängste wechselten wir uns mit der Betreuung des Mädchens ab und es war hinreißend mitzuerleben, wie rührend sich die Kinder um sie kümmerten.

Neben ausreichend Freiräumen zum Spielen gab es zwischendurch auch wieder verschiedene Probenphasen von Solisten und der Orff-Spielgruppe. Auch die Organistinnen mussten für den nächsten Morgen auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Abgesondert vom allgemeinen Trubel probten wir in aller Stille in einem abgelegenen Teil der Kirche. Nur Maya war noch zugegen, die in der Organistin eine neue Freundin gefunden hatte. Andächtig saß sie neben mir, schob ihre kleine Hand in die meine. So saßen wir die ganze Zeit über und sangen zusammen leise das Eingangslied für den morgigen Gottesdienst mit. Als das Lied zu Ende war, bat sie mich, ob wir das Lied noch einmal singen könnten. Jetzt war ich diejenige, die mit den Tränen kämpfen musste.

So verging die Zeit bis zum Mittagessen wie im Fluge. Schon wartete man sehnsüchtig auf den Pizzaservice und im Nu verschwanden 10 Party-Pizzas samt Nachtisch in den hungrigen Mägen der Kinder.

Langsam wurde es dann auch schon Zeit, die letzten Vorbereitungen für das Konzert zu treffen. Die Fenster wurden mit bunten Notenschlüsseln und Noten verziert, die Räumlichkeiten wieder von allerlei Gegenständen befreit und auch die Schlafplätze mussten wieder geräumt werden. So verblieb kaum mehr Zeit zum Spielen, was von den Kindern ohne einen einzigen Unmutslaut akzeptiert wurde.

Die Generalprobe war noch einmal für alle eine Geduldsprobe, aber auch dies meisterten die Kinder mit Bravour.

Wenig später schlüpften alle in ihre Konzertkleidung, dann wurde es für das Orchester auch
schon Zeit, die Instrumente zu stimmen und die Besucher auf das Konzert einzustimmen.

Mit viel Freude, Engagement und bemerkenswerter Disziplin waren die Kinder während des Konzertes bei der Sache. Während ein Kind die Geschichte von der Spinne las, die eines Tages einen ihr unnütz erscheinenden Faden entdeckte, ihn kurzerhand durchtrennte und dadurch unter ihrem eigenen Netz gefangen wurde, wurden zwischendurch passende Musikstücke vom Kinderchor und Kinderorchester vorgetragen. Auch ein zu Herzen gehendes Kindersolo vom Regenbogen stand auf dem Programm. Mit kleinen Taschenlampen, zauberten die Kinder beim gemeinsamen Schlusslied noch etwas „EJT-Feeling“ nach Stammheim.

Danach hieß es zunächst „Abschiednehmen“. Einige konnte nicht verstehen, warum sie nicht gleich bis zum nächsten Morgen in Stammheim bleiben konnten, doch manche Entscheidungen sind für Kinder eben nicht so ganz nachvollziehbar.

Für die HelferInnen galt es nun, die Kirche für den nächsten Morgen wieder herzurichten, auch die Hüpfburg musste abgebaut und das Zelt für den morgigen „Ansturm“ gerüstet werden. Danach freuten wir uns alle auf eine warme Dusche und ein warmes, weiches Bett.

Ausgeruht und frisch gestylt trafen am nächsten Morgen wieder bei strahlendem Sonnenschein alle Kinder, diesmal mit ihren Lehrkräften und Vorstehern zum Gottesdienst ein.

Kinderchor und –orchester wechselten sich in den Vorträgen ab und bildeten einen schönen Rahmen für den Gottesdienst des Bischofs. Première hatte nicht nur das Orchester sondern auch zwei junge Organistinnen, die zum ersten Mal den Gemeindegesang begleiteten. Bemerkenswert war außerdem, dass nicht zuletzt durch diesen dreitägigen Kindertag kaum noch Kinder im Gottesdienst saßen, die musikalisch nicht aktiv waren.

Mit einem Wort aus Matth. 4 Vers 21 und 22 erlebten wir einen eindrücklichen Gottesdienst, der kindgerecht und zugleich tiefgründig den Begriff „Gehorsam“ verdeutlichte. Die Kinder meldeten sich zahlreich auf die gestellten Fragen und hatten oft bemerkenswerte Antworten parat. Das Abendmahl wurde mit einem passenden Liedvortrag eingeläutet. Das Schlusslied musizierten der Kinderchor und das Orchester gemeinsam.

Bevor es nun endgültig Abschiednehmen hieß, stärkte man sich noch bei einem reichhaltigen Salatbuffet und gegrillten Würstchen. Ein Eis als Nachtisch durfte natürlich nicht fehlen.

Nach so viel schönem Erleben wollte man gar nicht erst wieder nach Hause in den Alltag zurück. Viel zu schnell verging die Zeit und keiner wollte diese schöne Gemeinschaft verlassen, die geprägt war von einer unbeschreiblichen, ungetrübten Harmonie sowohl bei den Kindern untereinander, als auch unter den Erwachsenen. Zu keiner Zeit hatte es Disziplinprobleme gegeben, der Umgang untereinander war stets und ausnahmslos tadellos, Anweisungen wurden während der gesamten Zeit „sogleich“ und ohne Murren umgesetzt, was die Erwachsenen oft genug in absolutes Erstaunen versetzte.

Nachdem es am Donnerstag noch permanent geregnet hatte, strahlte für uns drei Tage lang die Sonne! Es gab keinerlei Verletzungen, die nicht mit einem Pflästerchen hätten behandelt werden können, worüber wir alle sehr dankbar waren. Auch gab es keine Beanstandungen bezüglich der Behandlung der Kirche sowie der Einrichtungsgegenstände und ausgeliehenen Spielgeräte. Für jede Handreichung waren die Kinder unglaublich dankbar, dass ich oft über ihr höfliches Benehmen nur so gestaunt habe. Wo findet man heutzutage so etwas noch?

Das relativ kleine Helferteam leistete die gesamte Zeit über ganze Arbeit. Ein überdurchschnittliches Engagement aller Beteiligten in absoluter Harmonie war nicht nur für uns selbst eine große Freude, sondern es konnte damit auch nach außen hin ein schönes Zeugnis abgeben werden. So lobte fast gerührt der Zeltmeister nach dem Abbau des Zeltes das Team für die vorbildliche Organisation und Leistung mit so vielen Laien, was er keineswegs häufig antreffen würde. 

Bleibt nur noch anzumerken, dass es mit dem schönen Wetter vorbei war, als gegen Abend die letzten Gegenstände verladen waren. Noch deutlicher hätte der liebe Gott uns seinen Segen und sein Nahesein nicht zeigen können! Wir sind ihm, und allen, die uns auch mit ihren Gebeten in dieser Zeit unterstützt haben, von Herzen dankbar, dass wir diese „3-tollen-Tage“ erlebten durften.

Ein kleines Erlebnis noch am Rande: Damit ich die Kinder nicht immer wieder zum „Strahlen“ ermutigen musste, hatte ich kleine Smiley-Figuren gekauft. Ich versprach ihnen, dass alle, die mich während dem Konzert anlächeln würden, danach auch eines bekommen würden (mit Speck fängt man Mäuse!). Sie freuten sich sehr darauf. Wir lauschten nach dieser Ansage einem Stück des Orchesters. Anschließend flüsterte mir ein kleiner Knirps zu: „Hast Du gesehen, ich habe das ganze Lied gelächelt!“ Wie war das mit dem „sogleich“…?

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…!!!

Erlebnisbericht von J. Münter

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Feedback von Kindern der Probenfreizeit

Die Kindertage haben mir gut gefallen. Die Proben waren nicht zu kurz aber auch nicht zu lang.
Mir hat sehr gut gefallen, dass ein Trampolin da war.
Die Übernachtung war cool!! Essen und Trinken war echt super.
Die Pizza hat mir am meisten geschmeckt. Die Hüpfburg war der Renner!
Wegen mir kann in den Sommerferien schon wieder eine Probenfreizeit sein.
Ich bin gerne wieder dabei

Maximilian Stemmler, Heumaden

 

Ich wollte mich für den schönen Kindertag bedanken.
Ich fand schön: Das Trampolin, das Fußballfeld und den Flohmarkt und die Pizza.

Tamara Wortmann, Bad Liebenzell

 

Die Kiko-Tage waren toll. Mir hat es Spaß gemacht, jeden Tag auf der Hüpfburg rumzuhüpfen,
aber das Trampolin war auch lustig. Ich fand den Kletterparcour am besten.
Auch das Essen war klasse und es war gut organisiert. Es war einfach alles toll.

Anja Blust, Bad Liebenzell

 

Kids-aktiv war sehr toll. Ich freue mich schon auf’s nächste Mal.
Weil ich dort Judith und Steffi wieder sehen darf.

Kim Wortmann, Bad Liebenzell

 

Die Kiko-Tage waren toll! Hoffentlich gibt es bald wieder Kindertage!
Die Hüpfburg war genauso toll wie die anderen Sachen.
Vielen Dank für die schönen Tage!

Judith Sicha, Bad Liebenzell

 

Mir hat die Hüpfburg sehr gut gefallen, aber Essen war auch sehr gut. Besonders die Pizza!

Katrin Hartmann, Holzbronn
 

Wir fanden es sehr abwechselnd in den beiden Tagen. Das Essen hat geschmeckt.
Die Probenlänge war OK. Der Sonntag war lustig und schön, weil viel gelacht wurde.

Laura Dittus, Calw