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Regen – ein Segen Gottes?
„Mama, hat uns denn der liebe Gott nicht gehört? Wir haben doch soooo feste um schönes Wetter gebetet? Und warum regnet es ausgerechnet heute?“ –
Ja, da hat man als Eltern schon Erklärungsbedarf! Er, der Himmel und Erde gemacht hat – wie später nicht zum ersten Mal im Gottesdienst zu hören war - ihm wäre es auch ein Kleines gewesen, über Stammheim die Sonne scheinen zu lassen. Statt „Regenmacher“ zu basteln hätte Bezirksevangelist Pfrommer lieber gerne „Regenaufhörer“ oder „Sonnenmacher“ gebastelt. Doch wer hat schon dazu eine Bauanleitung? Den ganzen Tag über wartete man vergebens, dass der Regen endlich aufhörte. Ein Versehen Gottes?
Alle die dabei sein konnten werden sicher bestätigen können: Ganz sicher nicht! Vielleicht war es gerade der Regen, der den diesjährigen Kindertag zu etwas Besonderem werden ließ! So waren alle Kinder nachmittags mit ihren Lehrkräften, Vorstehern und Bezirksämtern in einer Halle bei Spiel und Spaß vereint. Viele schöne Begegnungen konnten so stattfinden. Die Erwachsenen halfen tatkräftig mit bei den wunderschönen Bastelangeboten, statt im schwarzen Anzug flitzten die Vorsteher zusammen mit einer Kinderschar um die Tischtennisplatte und auch beim Einradfahren waren sie eine wichtige Stütze. Fotoshooting nach dem Schminktermin, Anbringen eines passenden Tattoos (gut aufgepasst im Gottesdienst) auf den Arm des Bezirksältesten, mühevoll lustige Ballontiere knoten, ein anspruchsvolles Bibelquiz mit einer tollen Preisverleihung, davor ein bunter Tüchertanz, und vor allem allerlei Leckereien aus einer improvisierten Küche standen auf dem Programm. Daneben gab’s fachkundige Anleitung beim Jonglieren und einen lehrreichen Selbstverteidigungskurs. Wer nach so vielen Angeboten etwas Ruhe benötigte, sicherte sich einen Platz in der gemütlichen „Kuschelecke“.
Der Höhepunkt des Kindertages war freilich der Gottesdienst am Morgen. Das Kirchenschiff war gut gefüllt und ein engagiertes Kinderorchester umrahmte zusammen mit dem Kinderchor auf schöne Weise mit passenden Liedern rund um das Thema „Schöpfung“. Schon der Altar war am Vortag liebevoll dekoriert worden und man konnte unschwer die 7 Schöpfungstage erkennen. An der Orgel saß zum ersten Mal eine junge Glaubensschwester, die ihre Sache mit Bravour meisterte.
Die Kinder waren von Anfang an sehr konzentriert dabei und antworteten spontan und bereitwillig die gestellten Fragen. Der Bezirksälteste blieb dabei nicht bei der natürlichen Schöpfung stehen, sondern erklärte ausführlich auch die geistige Schöpfung und beschrieb in kindgerechter Sprache die Zukunft bei Gott unserem himmlischen Vater. Das ganze Jahr Erdbeeren und Weihnachten zu haben – welches Kind verbindet damit nicht etwas Wunderschönes?
Buchstäblich mit Pauken und Trompeten, dem begeisternden Schlusslied von Orchester, Chor und Solisten, endete der Gottesdienst und alle waren erleichtert, dass alles gut geklappt hatte.
Nach so viel gemeinsam erlebter Freude mit Blick auf wunderbare, disziplinierte Kinder, engagierten (auch jugendliche) Helfer und dem Segen Gottes zu allem Bemühen gibt es nur ein Fazit: Es war – trotz Dauerregen - ein absolut gelungener Kindertag, der allen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird!
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dazu beigetragen haben, ihn zu etwas Besonderem werden zu lassen!!!
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